nais Februar 29th, 2008
Herzlich Willkommen zur wöchentlichen Bundesliga-Vorschau der Scheitel. Nach “bommelscher” Selbstbeleidigung und den „Dusel-Bayern“ im Pokal fragt man sich, ob die Liga auch noch aus anderen Vereinen als dem »FC Hollywood« besteht . Zum Glück tut sie es, auch wenn die 17 verbleibenden Vereine zukünftig separat Fernsehgelder beziehen könnten. „Killer Kalle“ prüft nämlich gerade die rechtlichen Grundlagen um den Bayern eine Einzelvermarktung zu sichern und somit höhere Einnahmen. Klingt paradox, da gerade die Bayern die Explosion der internationalen Spielergehälter immer wieder kritisieren. Aber gute Spieler kosten Geld und bessere noch mehr. Doch, dass dies nicht immer so ist, wird mit Sicherheit auch der kommende Spieltag wieder beweisen. Und heut leg ich mich mal ganz weit aus dem Fenster und sage im allgemeinen “Uri-Geller-Wahn” sämtliche Spieltagsergebnisse vorraus. Achat, staim, schalosch!
Begegnung – Vorhersage
Hertha – Duisburg (Fr.) – 1:0
Hannover – Nürnberg (Sa.) - 2:2
Hansa – Bielefeld -1:1
Cottbus – Stuttgart – Fällt aus wegen Sturm!
Schalke – Bayern – 2:3
Bremen – Dortmund – 4:2
Karlsruhe – Wolfsburg – 2:1
Hamburg – Frankfurt (So.) – 1:0
Bochum – Leverkusen – 2:2
… ach ja, sollte nachdem Sie diesen Text gelesen haben irgendetwas bei Ihnen zu Hause passieren – n loch im pulli oder n sack reis fällt um- , können sie sich gerne bei uns melden.
Das Bild dient auch nur der Aufmerksamkeitsgewinnung. Hab eigentlich nach Mark van Bommels Faust gesucht und plötzlich Victoria Plastik gefunden – verblüffend wie ich finde.
nais Februar 19th, 2008
Günter Netzer hat am Montag in Arnsberg den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Netzer sei in seiner Zeit als aktiver Sportler bei Borussia Mönchengladbach in den 60er und 70er Jahre prominentes Aushängeschild des nordrhein-westfälischen Fußballs gewesen, begründete die Staatskanzlei die Entscheidung. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) zeichnete insgesamt zehn Frauen und Männer mit dem Landesorden aus. Darunter auch der ehemalige Box-Weltmeister Henry Maske.
Das ist schon der zweite Preis für Netzer innerhalb kürzester Zeit. Vor Kurzem erhielten er zusammen mit Gerhard Delling den Medienpreis für Sprachkultur 2008. Dieser wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) verliehen. “Auch Leute, die sich nicht für Fußball interessieren, hören bei Delling und Netzer zu”, sagte die GfdS-Geschäftsführerin Karin Eichhoff-Cyrus.
Fred Februar 13th, 2008
Das 2-2 Ausgleichstor von Jan Rosenthal gegen Karlsruhe, steht zur Wahl zum Tor der Woche!
www.diescheitel.de unterstützt dieses tolle Tor! Also Voten!
H I E R !
Fred Februar 8th, 2008
Der Lüneburger SK, ein echter Traditionsklub, wird bald von der Bildfläche verschwinden und seine Spielberechtigung für die Niedersachsenliga an den FC Hansa Lüneburg 2008 abtreten.
Es ist schon unglaublich wie sich der Fußball in unserem Land entwickelt, vor allem hinsichtlich der Bedeutung des allgegenwärtigen Kapitals. Aufgrund meiner persönlichen Vita bin ich sicherlich nicht verdächtig ein Kommerzverächter zu sein, aber irgendwie bin ich doch noch ein Freund der Tradition und der Geschichte die einen Klub umgibt.
Der Lüneburger SK, gegründet 1901, ist der Traditionsverein der Lüneburger Heide. Anfang der fünfziger Jahre spielte der Verein sogar in der Oberliga, der damals höchsten deutschen Spielklasse, und schaffte 2000 den Aufstieg in die Regionalliga Nord. Doch was zunächst als größter sportlicher Erfolg der letzten Jahrzehnte gefeiert wurde, entwickelte sich zum ersten Schritt in Richtung Untergang. Um sich kurz zu fassen, der Verein überwarf sich finanziell komplett und musste Insolvenz anmelden. Über gewisse Kniffe konnte die Mannschaft zumindest noch die Niedersachsenliga halten, doch mehr war auf Dauer nicht drin.
Kürzlich wurde die Mannschaft informiert, dass trotz Tabellenplatz 2 und guten sportlichen Chancen, der Aufstieg in die neue Oberliga für den Klub kein Thema sei. Die Lizenzbedingungen seien nicht zu erfüllen. Jetzt sollen die Altlasten des Vereins entgültig abgeschüttelt werden. Die Fussballabteilungen der LSK und des Lüneburger SV werden zusammengelegt und laufen ab Sommer unter dem Namen FC Hansa Lüneburg auf. Der LSK behält die Schulden und die Tischtennissparte. Das Stadion am Wilschenbruch, ein fußballhistorisch eindrucksvoller Bau, wird wohl verkauft und einem Neubaugebiet weichen.
Alles in allem wird ein Verein mit einer langen Geschichte und Verwurzelung in der Region, eingetauscht gegen einen Retortenklub. Gut, ohne Schulden und mit besserer sportlicher und wirtschaftlicher Perspektive, aber auch mit dem selben Herz?